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Streunende Tiere und Geburtenkontrolle Von: Mark Schmid Version: 2007.06.05
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Die meisten Menschen, die "Tierschutzorganisationen", welche in opportunistischer Weise das Kastrieren aller Tiere propagieren, Geld spenden, haben selbst ein kastriertes Tier das sie als "Haustier" oder als Gefährten ohne das Recht auf eine eigene Sexualität benutzen. Ein Tier das als Kinderersatz oder als kastrierter "umgänglicher Gefährte" benutzt wird, als etwas dem keine eigene Sexualität, keine eigenen Rechte und keine eigene Würde erlaubt ist. Hey, schliesslich sind es ja nur Tiere, nicht? Diese brauchen ja keine eignen Rechte, eine eigene Würde, eine eigene Sexualität oder eine Haltung und ein Umgang die artgerecht wären (was bedeuten würde, ALLE Aspekte und Bedürfnisse der betreffenden Spezies einzubeziehen, inklusive deren Sexualität).
Das Propagieren der Kastration aller Tiere dient solchen "Tierschutzorganisationen" dazu, Spendengelder von Menschen zu generieren, die Tiere als sexuell verstümmelten Kinder-Ersatz oder Gefährten nutzen möchten. Als Dinge die sexuell verstümmelt wurden, nur um der Unterhaltung oder der Benutzung ihrer Besitzer zu dienen.
Wir von der Organisation für Tierwürde sind der Meinung, dass Tiere nicht bloss zur Unterhaltung oder zur Benutzung durch Tierhalter da sind. Deswegen ist es nicht vertretbar, Tiere sexuell zu verstümmeln, nur weil das eine extrem praktische Methode ist, um sich der Verantwortungen zu entledigen, die natürlicherweise mit jedem lebenden Tier dazukommt. Auch dann nicht, wenn sich solche Tierhalter als "Tierschützer" bezeichnen oder sich selbst als solche wähnen.
Tiere sind keine "Haustiere", die hier sind primär für menschlichen Genuss. Sie sind Wesen mit einer eigenen Würde und eigenen Bedürfnissen. Und allem was damit zusammenhängt.
Sie dürfen Tiere als Haustiere halten, toll wenn Sie das tun. Aber nur wenn Sie ALLE Bedürfnisse und Aspekte der betroffenen Spezies und des betroffenen Geschlechtes berücksichtigen und respektieren. Das beinhaltet alles, alle Bedürfnisse und alle Körperteile des Tieres, nicht nur jene, welche für Sie angenehm in Umgang oder Handhabung sind.
In der Schweiz wurden behinderte Menschen noch bis vor ca. 40-50 Jahren kastriert. Das Argument war das selbe: Geburtenkontrolle.
Aber das ist die selbe Lüge. Geburtenkontrolle kann durch schonendere Methoden sichergestellt werden, selbst für behinderte Menschen. Deswegen ist das Kastrieren von behinderten Menschen in der Schweiz jetzt verboten und wird als eine Grausamkeit erachtet. Unserer Ansicht nach zurecht. Nur weil ein Problem kompliziert ist und schwierig zu handhaben, gibt das dem stärkeren oder verantwortlichen noch nicht das Recht, die Rechte oder Bedürfnisse des schwächeren zu ignorieren oder mit Füssen zu treten.
Vasektomie (Unterbindung) ist ein wenig teurer als Kastration und für den operierenden Tierarzt vielleicht nicht im selben masse sadistisch befriedigend, aber sie bedeutet Welten des Unterschieds im Bezug auf Ethik und dem Gewährleisten der Würde und der Rechte von Tieren auf körperliche und sexuelle Integrität. Und dies sollte das wahre Ziel jeder seriösen Tierschutzorganisation sein: Nicht die Summe an Spenden die sie dadurch generieren kann, dass sie sagt was Tierhalter und Tiernutzer gerne hören, sondern die Rechte und die Würde der Tiere selbst.
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