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Unsere Basis im Bereich Sexualität bei Tieren Von: Mark Schmid Version: 2006.07.05 Erstmals publiziert: 2006.08.18 Total Lesungen: 961 (En: 493)
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Sexuelle Entfaltung ist ein Grundbedürfnis jeden Lebewesens und ein Menschenrecht, das unserer Meinung nach auch Tieren zusteht. Tiere haben ebenso das Recht auf physische und psychische Integrität und damit auf Schutz vor jeglicher sexualisierten Gewalt, zu der insbesondere auch jegliche sexuelle Verstümmelung zählt, wie der Mensch auch.
Das Recht auf Sexualität ist bei Menschen in der Schweiz ein Grundrecht, das der persönlichen Freiheit untersteht (Art. 10 BV): Dieses schützt "alle Freiheiten, die elementare Erscheinungen der Persönlichkeitsentfaltung darstellen" (BGE 115 la 246).
Sexuelle Rechte sind auch universelle Menschenrechte. Sie gründen in der angeborenen Freiheit, Würde und Gleichheit aller Menschen. (World Association for Sexology, 1997).
Da Tiere leidensfähige Lebewesen mit einer eigenen Würde sind, deren Sexualität mit derjenigen des Menschen in vielen Bereichen vergleichbar ist, gelten diese Sätze unserer Meinung nach auch für Tiere.
Letzten Endes ist unsere Basis für ethisches Handeln und ethischen Umgang mit Tieren der Satz der, auch wenn uns das gar nicht gefällt, in ähnlicher Weise schon an ganz anderer Stelle verwendet oder missbraucht worden ist: Tue einem anderen (Lebewesen) nicht an was Du für Dich selbst nicht willst. Und dessen Umkehrung: Lasse einem anderen (Lebewesen) angedeihen, was Du für Dich selbst gerne hast.
Dieser Satz hat, ungeachtet seines Ursprungs, in der Ethik eine zentrale Bedeutung, und zwar sowohl in der Anwendung auf den Menschen wie auch auf Tiere.
In der wissenschaftlichen Arbeitsweise ist es nicht nur üblich sondern auch sinnvoll, auf bestehendem aufzubauen und das Rad nicht individuell und jedes Mal selbst neu zu erfinden. Nur so lassen sich Aufklärung und die Fortschritte der Menschheit in jedem Gebiet letzten Endes erreichen. In diesem Sinne bauen wir in unserer Arbeit zum Wohl des Tieres im Bereich Sexualität mitunter auch auf den qualitativ hervorragenden Arbeiten anderer Institutionen und Personen auf, die sich mit der Sexualität von Menschen, insbesondere von behinderten Menschen kompetent und intensiv auseinandersetzen. Diesen gebührt unser aller Dank, auch der Dank domestizierter Tiere, den wir hiermit aussprechen wollen. Sie seien hier deswegen ausdrücklich namentlich erwähnt und gewürdigt:
www.fabs-online.ch
www.sexualassistenz.ch
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