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Sexualität bei Tieren
-Inhalt
-Streunende Tiere und Geburtenkontrolle
-Tiere mögen Sex
-Was ist Kastration / Sterilisation?
-Was ist Vasektomie / Unterbindung / Sterilisation?
-Unser Ziel im Bereich Sexualität bei Tieren (Philosophie)
-Unsere Basis im Bereich Sexualität bei Tieren
-Die von uns angestrebten Verbesserungen im Bereich der Sexualität bei Tieren
-Unsere Dienstleistungen im Bereich Sexualität bei Tieren
-Sexualität bei Tieren FAQ (Frequently Asked Questions - Oft gestellte Fragen)
-Sexualassistenz anstatt Kastration
 Sexualität bei Tieren
Was ist Kastration / Sterilisation?
Kastration ist nicht nur eine brutale körperliche und sexuelle Verstümmelung, sondern auch ein Symbol für extrem mangelnden Respekt. Sie ist das Ritual unserer Gesellschaft für das Aberkennen der Rechte der Tiere.  [mehr...]
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Die von uns angestrebten Verbesserungen im Bereich der Sexualität bei Tieren
Von: Mark Schmid
Version: 2006.07.28
Erstmals publiziert: 2006.08.18
 Total Lesungen: 1129  (En: 638)


Im Bereich der Sexualität von Tieren sieht die Organisation für Tierwürde sehr grossen Handlungsbedarf zur Verbesserung der menschlichen Anerkennung der Würde des Tieres. Um diese Verbesserung zu erreichen, hat die Organisation für Tierwürde drei Prioritäten:


1.) Aufklärung und Wahrheit durchsetzen

Im Bereich Sexualität von Tieren muss lücken- und tabulos, ohne Rücksicht auf Verluste im Zusammenhang mit Moral, Religion, Wirtschaft, Prestige, etc., aufgeklärt werden und überall und jederzeit die volle Wahrheit gesagt werden dürfen, auch wenn das gewissen Kreisen von Tiernutzern oder gar dem Staat als Repräsentant einer tiernutzenden (demokratischen) Gesellschaft nicht in den Kram passt oder nicht gefällt, etwa weil dadurch wirtschaftliche Konsequenzen oder Umstrukturierungen für die entsprechende Nutzung und Haltung von Tieren resultieren könnten.
Dies beinhaltet aber beschränkt sich nicht auf die Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit, sowohl in Text-, Film-, Bild-, Ton-, und anderen Dokumenten, die zum Zweck der Aufklärung und zur Darstellung der Wahrheit verwendet werden können oder sollen.


2.) Kampf gegen sexualisierte Gewalt

Wenn Priorität 1 erfüllt ist und die Wahrheit offen und frei, ohne Angst vor Repressionen gesagt werden kann, wird es möglich, gegen sexualisierte Gewalt und sexualisierten Machtmissbrauch an Tieren konkret vorzugehen. Zu diesen zählen wir insbesondere sexuelle Verstümmelungen von Tieren wie etwa das Abschneiden der Hoden oder Eierstöcke bei Tieren (Kastration) oder auch die Beschneidung von Stuten (Caslick-Operation) oder Hengsten (Penisumlenkung an Probierhengsten). Auch eine Haltung und ein Umgang von und mit Tieren, welche die Sexualität und die Geschlechtszugehörigkeit des Tieres nicht oder nicht ausreichend berücksichtigen und somit nicht artgerecht sind, sind eine Form der sexualisierten Gewalt. Weiterhin zählen zur sexualisierten Gewalt sexuelle Handlungen gegen den Willen des Tieres, auch wenn aus diesen keine sichtbaren Verletzungen und Schäden entstehen. So etwa Tierversuche im Bereich der Sexualität, künstliche Besamung oder die Samenentnahme bei Tieren ohne deren Einverständnis und gegen deren Willen und letztlich, auch wenn vergleichsweise sehr wenige Tiere davon betroffen werden, auch andere sexuelle Handlungen, die nicht im Einvernehmen mit dem Willen des Tieres stattfinden.


3.) Sexualassistenz

Wenn Priorität 1 und 2 erfüllt sind, ist die dritte und letzte Priorität die Sexualassistenz.
Bei der Sexualassistenz geht es der Organisation für Tierwürde nicht darum, dass sämtliche Tierhalter die sexuellen Bedürfnisse der von ihnen gehaltenen Tiere befriedigen, auch wenn der Tierschutzgedanke und das Tierschutzgesetz Tierhalter grundsätzlich dazu anhalten. Dafür fehlt nämlich der grossen Mehrheit aller Tierhalter heute nicht nur die Kompetenz, die Fähigkeit und das Einfühlvermögen für ihr Tier, sondern in den allermeisten Fällen auch das dafür nötige Fachwissen und letzten Endes auch der Willen und die Bereitschaft dazu.
Die Organisation für Tierwürde will deswegen nur, dass Sexualassistenz beim Tier rechtlich und letzten Endes auch gesellschaftlich als das anerkannt und gewürdigt wird, was sie in ethischer Hinsicht ist: Nämlich die beste aller Lösungen für das Tier, falls sie korrekt ausgeführt wird und beim Tier das Bedürfnis nach sexueller Befriedigung nicht besser befriedigt werden kann.


Da sich die Bereiche dieser drei Prioritäten weitgehend durchdringen und überschneiden und da mit beschränkten Ressourcen nicht überall gleich viele Verbesserungen für die Würde des Tieres erreicht werden können, muss unserer Meinung nach gleichzeitig an der Umsetzung aller drei Prioritäten zugleich gearbeitet werden.





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