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Tiere mögen Sex
-Inhalt
-Zum Titel
-Die Wichtigkeit des Verständnisses, dass Tiere Sex mögen
-Der Ursprung des Glaubens, dass Tiere Sex nicht mögen
-Die Konsequenzen des Glaubens, dass Tiere Sex nicht mögen
-Was zur künstlichen Entsexualisierung der Tiere führt
-Der falsche Glauben, dass Tiere unter unbefriedigten sexuellen Bedürfnissen leiden
-"Leiden" aufgrund fehlender sexueller Befriedigung?
-Mein eigenes menschliches "Leiden" durch fehlende sexuelle Befriedigung
-Unterschiede zwischen Menschen und Tieren?
-Bild-Dokumente
-Film-Dokumente
-PDF-Version  P: 0.40
   
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Tiere mögen Sex
Sexuelle Aufklärung und religiöse Entprogrammierung
Von: Mark Schmid
Version: 2010.02.11

Die Konsequenzen des Glaubens, dass Tiere Sex nicht mögen

Die Kombination aller zuvor genannten Gruppen, die glauben dass Tiere Sex nicht mögen, ergibt Frauen die Sex selbst nicht mögen, religiös und mit einem durch Kastration künstlich entsexualisierten "Lehr-Tier" erzogen wurden. Ausser religiösen Fanatikern sind diese Leute oft am meisten überzeugt, dass Tiere Sex nicht mögen. Und es ist genau diese Gruppe, welche die grosse Mehrheit aller Leute in Tierschutzorganisationen darstellt. Und es ist deswegen deren Ansicht über Tiere, die in Tierschutzorganisationen stark überwiegt und dominiert.

Aus diesem Grund ist es keine Überraschung, dass Tierschutzorganisationen die Ressourcen und das Wissen fehlt, mit Sexualität bei Tieren nicht nur in artgerechter Weise, sondern sogar mit Sexualität ganz allgemein umzugehen. Und deswegen auch mit Tieren generell, weil alle Tiere eine Sexualität haben, die beachtet, akzeptiert, respektiert, geschützt und mit der verantwortungsvoll und vor allem ethisch und in Übereinstimmung mit Tierrechten, als ein fester Bestandteil jeden Tieres, genauso wie mit allen anderen Bestandteilen eines Tieres, umgegangen werden soll und muss, wenn man den Respekt vor Tieren nicht zerstören will.

Die Tatsache, dass Tierschutzorganisationen, ausgerechnet die Beschützer der Tiere, aufgrund ihrer strukturellen Zusammensetzung einer Mehrheit von Menschen die denken, dass Tiere Sex nicht mögen, eine sehr falsche Ansicht von Tieren haben ist eine sehr gravierende Problematik für Tiere und deren Schutz und Rechte. Obwohl die Leute "denken" dass Sexualität kein wichtiges Thema sei im Zusammenhang mit Tieren, bin ich vom genauen Gegenteil überzeugt. Ich glaube es ist der Hauptgrund welcher heute den Fortschritt im Gebiet der Tierrechte und des Tierschutzes aufhält. Sexualität und im Gebiet der Sexualität ethisch zu sein ist untrennbar verbunden mit der Würde die man einem anderen anerkennt und dem Respekt den man einem anderen gegenüber hat. Man kann eine(n) andere(n) und seine oder ihre Würde nicht richtig respektieren, indem man seine oder ihre Sexualität unethisch behandelt. Und das ist irrelevant von der Spezies des anderen.

Die richtige Institution um Respekt für Tiere zu lehren ist nicht der Staat, nicht das Gesetz und auch nicht die lokale Tierschutzorganisation. Die richtige Institution um Respekt für Tiere zu lehren ist das Tier selbst.
Warum also, von allen Institutionen, kastrieren wir ausgerechnet diese? Vor allem wenn wir die überragende Wichtigkeit verstehen, welche der Respekt vor Tieren hat, sowohl für individuelle Tiere, wie auch für den Tierschutz und die Tierrechte allgemein?

Wenn die erste Institution, die Tiere selbst, als Lehrer für den Respekt durch ihre Kastration eliminiert werden, kommt die zweite Institution, Tierschutz- und Tierrechts-Organisationen zum tragen. Oder würde es, wenn sie diese Aufgabe nur richtig bewältigen könnten. Aber weil auch sie versagen, weil auch sie, genau wie kastrierte Tiere auch, nicht über Sexualität bei Tieren und das Recht der Tiere auf eine eigene Sexualität und deswegen über wahren Respekt vor Tieren lehren können, glaubt die Gesellschaft schlussendlich auch, dass Tiere Sex nicht mögen.

Kastrierte Tiere können die Gesellschaft nicht vom Gegenteil überzeugen. Und Tierschutzorganisationen die überzeugt sind, dass Tiere Sex nicht mögen, aufgrund ihrer Zusammensetzung aus Personen die dies glauben, können die Gesellschaft auch nicht vom Gegenteil überzeugen. Das offensichtliche Endresultat ist eine Gesellschaft die glaubt, dass Tiere Sex nicht mögen und dass es deswegen in Ordnung wäre, deren Sexualität wegzunehmen. Genau wie einem Sklaven ohne jegliche Rechte, noch nicht einmal über seinen oder ihren eigenen Körper. Und diese wiederum reduziert den Status der Tiere in der Gesellschaft zu Sklaven, zu blossen Objekten und zementiert diesen.

Als solche ist die Kastration der Tiere viel mehr als bloss eine sexuelle oder körperliche Verstümmelung. Sie ist ein Ritual, ein Ritual der Gesellschaft, die Rechte eines Tieres zu brechen, sein "Personen"-Status für immer abzuerkennen, es für den Rest seines Lebens zu einem Sklaven zu reduzieren. Und das hat einen negativeren Effekt auf den Tierschutz und auf Tierrechte als irgendetwas anderes. Es ist ein wahrhafter Teufelskreis und nur indem dieser durch das Abschaffen der Kastration von Tieren und deren Ersetzung durch Verhütungsmethoden wie etwa
Vasektomie und Unterbindung durchbrochen wird, wird den Status der Tiere in unserer Gesellschaft verbessern, wird den Tierschutz und die Tierrechte aus dem Graben in dem sie feststecken befreien, wird letztlich das Leiden der Tiere stark reduzieren.


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