Tiere mögen Sex Sexuelle Aufklärung und religiöse Entprogrammierung Von: Mark Schmid Version: 2010.02.11
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Der Ursprung des Glaubens, dass Tiere Sex nicht mögen
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Bei meiner Arbeit, Respekt für Tiere durch das Aufklären von Erwachsenen zu erhöhen, treffe ich sehr oft auf Menschen die glauben, dass Tiere Sex nicht mögen. Und ich kann aus Erfahrung sagen, dass es mindestens so viele solcher Personen in Tierschutzorganisationen hat, wie im Rest der Bevölkerung.
Bei den meisten dieser Menschen konnte ich eine oder mehrere der folgenden drei Eigenschaften erkennen:
- Religiöse Erziehung oder Eltern und falsche Projektion religiöser Werte und Ideale auf Tiere.
- Frauen die selbst Sex nicht mögen und falsche Projektion deren Gefühle (oder fehlender Gefühle) auf Tiere.
- Erziehung mit "Lehr-Tieren" in der Kindheit, die künstlich durch
Kastration (oft als "Sterilisation" bezeichnet) entsexualisiert worden waren.
Religiöse Erziehung oder Eltern und falsche Projektion religiöser Werte und Ideale auf Tiere
Religiöse Erziehung oder religiöse Eltern sind verantwortlich für ein generell sehr verzogenes Verständnis von Sexualität, selbst im Bezug auf menschliche Sexualität. Neben der Tatsache, dass die meisten Religionen speziesistisch sind und deswegen Tieren generell nicht die selbe Bandbreite von Emotionen, Gefühlen und Genüssen zugestehen wie sie Menschen erfahren mögen, verdammen manche Religionen, wie etwa das Christentum, den Genuss und den Spass am Sex grundsätzlich. Sie lehren, dass Sex etwas ist, das man nur hat um sich fortzupflanzen, um Nachwuchs zu produzieren, niemals etwas für den Genuss oder den Spass. Konsequenterweise verbieten sie jegliche sexuelle Handlungen, die nicht zu Nachwuchs führen als menschliche Perversionen, als des Teufels Werk und als Sünde.
Für jemand der in einer religiösen Familie oder Umgebung aufgewachsen ist, vor allem wenn er oder sie Tiere gern hat oder diese idealisiert, und das trifft insbesondere auf TierschützerInnen zu, ist es deswegen sehr einfach, seine oder ihre oft völlig unbewussten religiösen Ideale, die ihm oder ihr von Geburt weg eingeflösst wurden, auf Tiere zu projizieren, Tiere idealisiert und ohne Sünde zu sehen, selbst im Bezug auf seine oder ihre unbewussten religiösen Ideale. Und wegen den Lehren vieler häufiger Religionen im Bezug auf Sexualität, glauben Leute die Tiere gern haben und die in einer religiösen Familie oder Umgebung aufgewachsen sind oft, dass Tiere die sie ja so gern haben, auch in einem religiösen Sinne "Gut" seien, ohne Sünde, und deswegen Sex nicht mögen oder geniessen, sondern Sex nur haben, um sich fortzupflanzen, genauso wie ihre Religion sie lehrte, wozu gute Menschen, Menschen ohne Sünde, Sex haben.
Frauen die selbst Sex nicht mögen und falsche Projektion deren Gefühle (oder fehlender Gefühle) auf Tiere
Frauen die selbst Sex nicht gern haben sind die andere grosse Gruppe von Menschen die glauben, dass Tiere Sex nicht mögen. Das ist einfache, direkte Projektion oder Generalisierung, die überall da falsch ist, wo Tiere in Tat und Wahrheit Sex gern haben.
Trotz der Tatsache, dass viele Frauen in westlichen Gesellschaften einen grossen Gruppendruck verspüren wie Männer zu sein, und deswegen Sex zu lieben und zu geniessen wie Männer, tun das viele oder sogar die meisten von ihnen ganz einfach nicht. Sie haben ganz einfach nicht Testosteron wie Männer und deswegen die Libido und den Genuss am Sex wie Männer. Wenn sie das hätten, würden sie sich wie Männer benehmen. Oft haben Frauen wegen dem starken Gleichmacherdruck zwischen den Geschlechtern in westlichen Gesellschaften ganz einfach nicht den Mut (Testosteron?) zuzugeben, dass sie Sex nicht mögen.
In der westlichen Gesellschaft müssen Frauen wie Männer sein und umgekehrt. Wenn Männer also Sex mögen, müssen Frauen das auch. Wenn Männer Orgasmen haben beim Sex, müssen Frauen das auch. Schliesslich sind sie gleich, nicht wahr? Wenn ich mich richtig erinnere, ergab eine neulich erschienene Statistik des Sexualverhaltens von Frauen, dass beim Erreichen des 60 Altersjahrs rund 95% aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben beim Sex einen Orgasmus vorgetäuscht hatten und eine erstaunlich hohe Anzahl von Frauen gab an, überhaupt noch nie einen Orgasmus gehabt zu haben.
Das sollte ein Hinweis sein, wie hoch der Gruppendruck für Frauen ist, "gleich" wie Männer zu sein und Sex genauso zu "mögen" wie Männer das tun, wenn sie in Tat und Wahrheit, wie man das beispielsweise aus jeder Statistik der Verteilung von Pornokonsum zwischen den Geschlechtern ersehen kann, das einfach nicht tun.
Jemandem der Sex nie mochte und nie sexuellen Genuss verspürte zu erklären wie es ist, ist genauso schwierig wie einem sexuell unreifen Kind. Deswegen ist es nichts als natürlich, dass solche Leute annehmen, dass Tiere, die offensichtlich in vielen Belangen so ähnlich sind wie Menschen, in vielen Belangen so ähnlich wie sie, Sex angeblich ebenfalls nicht mögen, genau wie sie.
Erziehung mit "Lehr-Tieren" in der Kindheit, die künstlich durch Kastration (oft als "Sterilisation" bezeichnet) entsexualisiert worden waren
Die dritte Gruppe von Menschen die glaubt, dass Tiere Sex nicht mögen sind Menschen die in ihrer Kindheit mit "Lehr-Tieren", welche künstlich durch Kastration entsexualisiert worden waren, erzogen wurden.
In westlichen Gesellschaften wachsen Millionen von Jungen und Mädchen in Familien auf, die Tiere als "Lehr-Objekte" für Kinder benutzen, als Bedarfsgüter, die dem Zweck dienen, entsexualisierte unterordnete Gefährten, Konsumobjekte, vierbeinige Haustier-Objekte, Freizeitpartner, Sklaven- und Lern-Objekte ohne eine Sexualität und sexuelle Bedürfnisse zu sein, Spielzeuge, die noch nicht einmal die grundlegendsten Rechte und Würde haben, wie etwa Schutz vor körperlicher Verstümmelung. Weil solche Tiere durch Kastration sexuell verstümmelt werden um ihren Nutzen, ihr Hineinpassen in den ihnen zugedachten Nutzen und die Ausbeutung für die sie gehalten werden zu maximieren, wachsen solche Buben und Mädchen mit einem sehr falschen und problematischen Bild von Tieren als sexualitäts-lose "Gefährten-Objekte" ohne sexuelle Bedürfnisse, die Sex nicht mögen auf, und die, einzig und allein für die Befriedigung von menschlichen Bedürfnissen, instrumentalisiert, ausgebeutet und sogar in schwerer Weise körperlich verstümmelt werden dürfen. Genau wie Spielzeuge.
Dann, als Erwachsene erhalten sie dieses Bild, diesen Status der Tiere, als Objekte ohne eine eigene Würde und Rechte, ohne eine Sexualität aufrecht. Als Objekte, die Sex nicht mögen, nicht mögen können, weil sie keine Sexualität haben. Das sexuelle Verstümmeln und anderweitiges Entwürdigen und Ausbeuten von Tieren für die Befriedigung eigener persönlicher Bedürfnisse, sei es auch nur für Spass und Freizeit, wird fortgesetzt, wird zur Tradition und zu einer Kultur, die spätestens mit dem Geschenk eines sexuell verstümmelten Tier-Objekts an die eigenen Kinder weitergeführt wird. Und niemand fragt, was für Auswirkungen das auf unseren Respekt vor Tieren hat, auf den Tierschutz und auf die Gesellschaft.
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