Startseite   |   Tiere   |   Allgemeine Themen   |   Über uns
English Go to english version
Probleme im heutigen Tierschutz
-Inhalt
-HTML-Version
-PDF-Version
   
Startseite >> Allgemeine Themen >> Tierschutz >> Probleme im heutigen Tierschutz
Registrierung | Anklicken um einzulogen (anzumelden)!Login

Probleme im heutigen Tierschutz
Eine Information der Organisation für Tierwürde
Von: Mark Schmid
Version: 2007.12.17

HTML-Version

3 Affen - Nichts böses hören, sehen oder sagen

Sexualität ist, wie Sigmund Freud bereits für den Menschen erkannt hatte, ein integraler und essentieller Bestandteil von jedem höher entwickelten Lebewesen. Deswegen kann Sexualität auch bei Tieren und im Tierschutz nicht einfach ignoriert, verdrängt und verleugnet werden, ohne dass das schwere Konsequenzen sowohl für Tiere wie auch für den Tierschutz und damit letztlich auch für die Gesellschaft hat. Wenn der Tierschutz sich seriös und ausreichend mit dem Thema Sexualität befassen würde, dann würde das, ähnlich wie in der Entwicklung der Psychologie durch Sigmund Freud, zu einer sehr starken Weiterentwicklung, zu einem regelrechten Quantensprung im Tierschutz führen.

Das Thema Sexualität ist für den Tierschutz leider aber kein Thema, das sich zum Ausbau von Spendeneinnahmen, Prestige oder Macht oder zur Förderung einer Karriere eignet. Ganz im Gegenteil. Deswegen wird es von Tierschützern trotz seiner grossen Wichtigkeit für Tiere ignoriert, verdrängt oder nur völlig unprofessionell und in einer für die Aufklärung negativen Weise mit populistischen Vorurteilen belegt. Tierschutzorganisationen haben es sich mit diesem Verhalten gegenüber dem Thema Sexualität sehr bequem eingerichtet und sind nicht gewillt, an dieser Praxis irgendetwas zu ändern. Durch ihre Ignoranz und Weigerung aber, sich dem Thema Sexualität mit dem nötigen Aufwand anzunehmen, legen sie selbst der Weiterentwicklung des Tierschutzes den grössten Stein in den Weg.
Natürlich wird heute auch im Tierschutz mit Begriffen wie "Würde der Kreatur" und "sexuelle Integrität" argumentiert. Leider werden diese Begriffe aber nicht ganzheitlich, wissenschaftlich und seriös im Sinne der Tiere und deren Interessen verwendet. Sie werden allzu oft für die egoistischen Bedürfnisse und Interessen von Anwälten, Tierhaltern und Tierschutzorganisationen missbraucht. So wird noch heute die massenhafte schwere sexuelle Verstümmelung durch die
Kastration nicht als die schwere Verletzung der sexuellen Integrität und der Würde des Tieres erachtet, die sie darstellt.

Bei den Themen Sexualität und Kastration sind Tierschutzorganisationen gleich in doppelter Hinsicht befangen und stehen deswegen einer wissenschaftlichen Weiterentwicklung, einer Versachlichung und einem Ausbau des Tierschutzes selbst am meisten im Weg. Beim Thema Sexualität sind sie befangen, weil Sexualität grundsätzlich noch immer ein Tabuthema ist. Beim Thema Kastration sind sie befangen, weil die Mehrheit ihrer Mitglieder und Spender Frauen und Heimtierhalter sind. Menschen also, denen bei der Befriedigung ihrer Bedürfnisse im Zusammenhang mit dem Tier dessen Sexualität und natürliches geschlechtsspezifisches Verhalten im Weg stehen und die deswegen froh sind, wenn sie die Sexualität und das natürliche geschlechtsspezifische Verhalten aus dem Lebewesen Tier eliminieren können. - Auch unter Anwendung von Gewalt.

Tiere werden nicht deswegen kastriert und deren Sexualität unterdrückt und verleugnet, weil das für die Empfängnisverhütung notwendig wäre. Selbst bei freilaufenden Tieren wie Katzen oder Hunden können
Vasektomie und Unterbindung genauso wie bei Menschen angewendet werden und würden für eine Empfängnisverhütung vollkommen ausreichen. Bei der Kastration und dem Unterdrücken und Verleugnen der Sexualität von Tieren geht es "Tierschützern" viel mehr darum, Tiere für die Befriedigung eigener, menschlicher Bedürfnisse möglichst optimal und bequem nutzen und instrumentalisieren zu können. - Auf Kosten des Tieres. Katzen können in der Wohnung eingesperrt werden, Hengste werden zu Kastraten, zu Reit-Sklaven und Spielzeugen junger Frauen und Hunde zum vierbeinigen Kindesersatz.

Das Tier ist längst zu einem Konsumobjekt, nicht mehr nur für die Befriedigung von elementaren Bedürfnissen wie Nahrung, Bekleidung oder Transport geworden, sondern auch für die Befriedigung anderer Bedürfnisse. Tiere können vor Missbräuchen in diesen anderen, neuen Formen der Nutzung aber nicht durch den Tierschutz geschützt werden, weil die Lobby und Interessengemeinschaft der Menschen, welche Tiere auf diese andere, neue Weisen nutzen, die Tierschutzorganisationen selbst sind.


Organisation für Tierwürde
www.tierwuerde.org


<< Inhalt Weiter >>




Herausgeber  |   (c) Copyright 2010  |   Haftungsausschluss  |   AGBs  |   Kontakt